Eine familienfreundliche Handwerksfirma – ist das überhaupt möglich?

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Viele Handwerker sind gleichzeitig Familienväter

Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.

Adolph Kolping

Das aktuelle Durchschnittsalter in unserer Firma beträgt 30 Jahre. Somit ist es logisch, dass wir viele junge Familienväter in unseren Reihen haben.

Was kann man als Handwerksfirma für seine Mitarbeiter im Einzelnen tun um die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie zu gewährleisten oder wenigstens zu verbessern? Ein betriebseigener Kindergarten oder eine 20 Stunden Woche sind nicht realistisch. Das geben wir zu.Aber trotzdem gibt es Möglichkeiten die man als Betrieb für seine Mitarbeiter umsetzen kann.

Wir haben mal einige Punkte zusammengetragen, die wir gut umsetzen können und auch anderen Firmen empfehlen würden:

Es ist für uns selbstverständlich dass Besprechungen,Meetings und Schulungen während der regulären Arbeitszeit stattfinden.

Niemand muss bei uns auf Montage gehen oder Nachtarbeit verrichten.Auch der Samstag ist im Regelfall tabu. Sollten dennoch Anfragen von Kunden uns erreichen, entscheiden die Mitarbeiter ob der Auftrag angenommen wird. Zum Beispiel war diesen Sommer ein Team von uns freiwillig eine Woche an der Ostsee um einen Auftrag durchzuführen.

Im Team untereinander ist es immer möglich, Rücksicht auf Abholzeiten der Kita zu nehmen. Gemeinsame Absprachen erleichtern den Ablauf und die Organisation. Kein Kind muss vergeblich auf den Papa warten.

Die Übernahme von Kita-Beiträgen im Rahmen der Lohnzahlung ist möglich und wird teilweise praktiziert.

Wir verzichten auf lange Anfahrtswege und nehmen deshalb grundsätzlich nur Anfragen aus der Region an.

Selbstverständlich werden Überstunden gesammelt und können somit (zum Beispiel) für kurzfristige Familienangelegenheiten genutzt werden .

Freitag wird bei uns generell nicht so lang gearbeitet, somit ist die gemeinsame Familien- u. Erholungszeit verlängert.

Feierabend bedeutet Feierabend. Niemand muss zwingend erreichbar sein.

Die Anwesenheit bei Richtfesten ist grundsätzlich freiwillig.

Bei uns darf grundsätzlich jeder zu jeder Zeit Urlaub nehmen. Auch in den Ferien. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist unser Betrieb geschlossen ebenso an Brückentagen, wenn sie auf einen Freitag fallen.

Wie ihr seht, ist es auch im Handwerk möglich, familienfreundliche Maßnahmen zu ergreifen und im Sinne der Mitarbeiter und deren Familien zu agieren. Wie sieht es bei euch aus? Was macht euer Unternehmen im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Ihr könnt gern in den Kommentaren berichten, vielleicht ist der ein oder andere umsetzbare Tipp dabei den wir aufgreifen können.

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